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Humanoide Roboter: Wie Schaeffler den „Mega-Trend“ für die Industrie erschließt

In einer Zeit, in der die Automobilindustrie mit massiven Herausforderungen zu kämpfen hat, richtet der fränkische Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler seinen Blick verstärkt auf ein zukunftsträchtiges Feld: die humanoide Robotik. Was früher nach Science-Fiction klang, wird in den Werkshallen in Höchstadt an der Eisch und Erlangen bereits heute Realität.

Hochpräzise Technik aus Franken

Damit sich ein humanoider Roboter flüssig und menschenähnlich bewegen kann, ist eine extrem ausgefeilte Technik notwendig. Im Technikzentrum in Höchstadt an der Eisch entwickelt Schaeffler sogenannte Aktoren [00:00]. Diese fungieren als „Gelenke und Muskeln“ des Roboters. Die Anforderungen sind dabei enorm: Die Bauteile müssen langlebig, leicht und gleichzeitig hochpräzise sein [00:18].

Aktuell befindet sich die Produktion noch in der Phase von Kleinserien und Prototypen, doch die Ambitionen sind groß. Schaeffler plant, die Stückzahlen in naher Zukunft massiv zu steigern – von derzeit einigen hundert auf potenziell mehrere hunderttausend Robotergetriebe [00:40].

Training für die Fabrik der Zukunft

In Erlangen geht man einen Schritt weiter: Hier werden die Roboter trainiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Industrierobotern, die meist fest installierte, starre Abläufe wiederholen, können humanoide Roboter auf ihre Umwelt reagieren und eigenständig handeln [01:01]. Ein Beispiel ist der Roboter „Digit“, der flexibel in der Logistik oder Produktion eingesetzt werden kann.

Laut Experten bei Schaeffler ist die Frage nicht mehr ob, sondern nur noch wann humanoide Roboter flächendeckend zum Einsatz kommen. Sie gelten als Schlüssel für eine hochflexible Produktion, die schnell auf schwankende Märkte reagieren kann [01:18].

Vom Testbetrieb zur Massenanwendung

Erste Praxistests laufen bereits:

  • In den USA und Deutschland werden humanoide Roboter bereits testweise in Schaeffler-Werken eingesetzt, um beispielsweise Einzelteile aus Boxen in Maschinen zu laden [01:33].
  • Zukünftige Einsatzgebiete liegen vor allem in der Montage und Verpackung [01:46].

Ein neuer Massenmarkt?

Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg ziehen einen Vergleich zur Geschichte des Computers: Was als Nischenprodukt begann, wurde zum Alltagsgegenstand. Ähnliches wird für die Robotik prognostiziert. Während wir Roboter heute primär aus der Industrie kennen, könnten sie in Zukunft im Handwerk, im öffentlichen Raum oder in der Pflege allgegenwärtig sein [02:08].

Für Schaeffler ist dieses Engagement keine Spielerei, sondern eine strategische Investition in einen gigantischen Zukunftsmarkt, um sich breiter aufzustellen und unabhängiger von der schwächelnden Autokonjunktur zu werden [02:24].


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